Foto: garbarage

Restl-Verwertung

Foto: Andreas Mikutta

Foto: Andreas Mikutta

Lisa Schutz und Magdalena Akantisz hatten eine Idee: Die nannten sie „30 Tage – 30 Dinge“ www.weupcycle.com und riefen kreative Menschen auf, mitzumachen. Und aus Dingen, die man eigentlich gerne dem Müll übergibt – also aus Schrott, Ausgedinge, Überbleibsel – etwas Schönes und vor allem Wiederverwertbares zu machen. Upcycling nennt sich das. Und der Erfolg war erstaunlich: Aus den 30 Tagen wurden 3 Jahre. Aus 30 Dingen Eintausendsiebenundneunzig. Die Leutchen hörten einfach nicht mehr auf, ihre kreativen Dinge online zu stellen.

Mit jedem Tag, an dem eine neue Idee veröffentlicht wurde, wurde auch der Blog verlängert. Ansporn genug, mitzumachen. So entstand aus Bettwäsche, die noch an Kindheitstage erinnerte, eine Kochschürze. Regina aus Hamburg war hinter Altholz her, wurde auf einer Baustelle fündig und bastelte sich daraus ein Sideboard www.weupcycle.com/tag-1059-gastbeitrag-3-in-1-sideboard/

Foto: garbarage

Foto: garbarage

Die Leute ließen sich einiges einfallen und stellten auch gleich noch die Anleitung online. Wahrscheinlich hätte der Blog noch ewig fortgesetzt werden können. Doch auch an anderen Stellen fing der Upcycling-Gedanke zu sprießen an. Designer und Künstler machen Nutzloses wieder nützlich. Alte Filmstreifen werden zur Lampe, eine Mülltonne mausert sich zum Sofa, Bücher werden ausrangiert, mit einer Glühbirne versehen und so zur Bücherlampe. www.gabarage.at/de/menu22/produkte49/ Designobjekte in Kleinserien – was für eine gute Idee. Und auch vor der Mode macht der Upcycling-Gedanke nicht halt. Anita Steinwidder – immer auf der Suche nach getragenen und aussortierten Kleidungsstücken – reißt, knüpft und verwebt sie zu neunen, eigenwilligen Outfits: www.steinwidder.com Aus recycelten Fahrradschläuchen werden robuste Taschen: www.kontiki.or.at Aus abgetragener Herrenkleidung wird neues Outfit: www.milch.tm Eigentlich schön, wie sich Dinge wieder in etwas Nützliches verwandeln können, wenn man sie aus einer anderen Perspektive anschaut.

Gabi Weiss lebt und arbeitet in Wien und steckt ihre Nase am liebsten in Dinge, die sie nichts angehen.

Responsive Menu Clicked Image