Elektromobilität in der Praxis

Sowohl privat wie auch unternehmerisch versuche ich einen kleinen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Nicht immer ist es eindeutig, welche Wege die richtigen sind, und so freue ich mich im Rahmen dieser Website zu einem Gedankenaustausch und einer öffentlichen Diskussion beizutragen.

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Auch wenn ich oft auf Beine und Bahn zurückgreife, so ist ein Auto für mich dennoch wichtig. In meinem ersten Beitrag möchte ich meine persönlichen Erfahrungen im Bereich der Elektromobilität teilen:

  • 15.000+ km seit 2013 rein elektrisch gefahren; bisher keine Pannen bzw. leeren Akkus erlebt
  • Bezug bei Ladestationen fast ausschließlich von Ökostrom – privat als Kunde der oekostrom AG  bzw. öffentlich als Smatrics-Kunde (nur selten werden unbekannte Anbieter genützt)
  • Längere Fahrten
    Linz-Wien, mit Renault Twizy (zu zweit! what a ride!)
    Wien-Klagenfurt-Wien mehrmals, mit Renault Zoe
    Wien-Graz-Wien mehrmals, mit Tesla Model S und Renault Zoe
  • Intensive Erfahrungen
    Persönlich besonders mit Renault Zoe in Wien und NÖ (bin äußerst zufrieden; habe zusätzlich eine mobile Wallbox von Schrack im Einsatz)
    Mein Geschäftspartner bei Synto fährt einen VW E-Up! (der wohl effizienteste 4-Sitzer am Markt).
    Mein Bruder konnte sehr viel Erfahrung mit dem Renault Twizy sammeln (auch im Winter, that’s the spirit!).
    Wenn ein Taxi/Limousinenservice benötigt wird, greife ich gerne auf das Model S von Tesla zur zurück – www.teslataxivienna.at.

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Abgesehen von diesen Autos habe ich auch einige andere EVs am Markt getestet. Mein Fazit nach zwei Jahren: Es bestehen kaum Probleme im Alltag, sofern man sich mit der Materie beschäftigt. Zumindest weniger als man nach dem Lesen einiger Artikel in Fachzeitschriften zunächst vermutet. Auf die Mitarbeiter der Autohäuser würde ich mich nicht verlassen (es gibt natürlich positive Ausnahmen). Wertvoller finde ich den Austausch mit erfahrenen Usern auf Plattformen wie www.goingelectric.de. Längere Reisen inklusive schnellem Nachladen sind möglich, sofern man (in Ö) Smatrics-Kunde (smatrics.com/) ist und etwas zu arbeiten/lesen dabei hat. Das Fahrerlebnis ist aus meiner Sicht jedem Verbrenner überlegen (und ich bin zuvor sehr sportliche Autos gefahren). Außerdem sind Fahrten ohne störende Motorgeräusche äußerst beruhigend. Es fühlt sich gut an mit höheren Wirkungsgraden unterwegs zu sein und keine fahrende Heizung über die Straßen zu jagen. Vor allem mit sehr auffälligen Autos wie dem Renault Twizy, BMW i3 oder Tesla Model S kommt man mehr oder weniger bei jeder roten Ampel mit anderen Verkehrsteilnehmern ins Gespräch, die neugierig ihre Fragen stellen. Besonders bei Kleinkindern ist der Twizy ein Hit und erregt deutlich mehr Aufmerksamkeit als jeder Porsche.

Es bestehen zahlreiche Mythen rund um die Elektromobilität und ich lade alle Zweifler herzlich dazu ein einige der neuen Modelle am Markt Probe zu fahren. Ob in einem i3 oder einem Twizy, bisher ist noch jeder mit einem dicken Grinser ausgestiegen. :)

2 Kommentare zu "Elektromobilität in der Praxis"
  1. Thomas Tiroch

    Thomas Tiroch

    In einigen Ländern wird er auch als Quad zugelassen ;) Auto ist wohl ein wenig weit hergeholt, aber was auch immer es per Definition ist, es macht sehr viel Spaß damit zu fahren (!!) und ist in Städten und Urlaubsgebieten alltagstauglicher als man meinen möchte. Heizungen sind in den neuen Modellen aller Hersteller vorhanden, wiewohl der starke Gebrauch die Reichweite verringert. Beim Zoe im Speziellen mit Wärmepumpentechnologie gelöst, siehe http://www.renault.de/renault-welt/ze-modelle/technik/technikserie-zoe-waermepumpe/

  2. Ekrem SABAN

    Der Twizy ist süß, aber verdient meiner Meinung nach nicht die Bezeichnung Auto. Er hat nicht einmal Fenster (die Plastikfolien zähle ich nicht als Fenster). Auch haben Elektroautos trotz der mir sehr sympathischen Umweltfreundlichkeit, hohem Wirkungsgrad & geringer Geräuschentwicklung den Nachteil, dass genau wegen dem hohen Wirkungsgrad man (abgesehen vom Twizy, wo ja es nicht einmal Fenster gibt & liiiiebe Passanten ihren Müll hineinwerfen können) keine Heizung.

Thomas Tiroch ist Unternehmer aus Wien. Er berät Unternehmen in den Bereichen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und IT-Solutions.

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