E-Autos in Österreich

Viele wollen eines, wenige wagen es. Der E-Auto Verkauf in Österreich steigt stetig, liegt jedoch unter den erwarteten Prognosen. Hoher Anschaffungspreis und geringe Reichweite schrecken immer noch viele Interessierte ab.

© Johannes Wiesinger, pixelio.de

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Neuzulassungen steigen weiter an
Der Anteil an E-Autos in Österreich ist freilich gering, jedoch war 2014 das Jahr der E-Mobile, denn die Neuzulassungen in unserem Land stiegen um fast 100 Prozent. Genauer gesagt wurden 2014 exakt 1.281 E-Autos in Österreich neu zugelassen und 463 gebrauchte E-Autos angemeldet. Auch der Hybridautomarkt stieg, wenn auch nicht so ausgeprägt, und verzeichnete 2.360 Neukäufe. Eine Aufstellung der in Österreich erhältlichen E-Auto Modelle finden Sie hier.

Elektroautos sind auf jeden Fall auf dem Vormarsch. Vor allem im Pendler- und innerstädtischen Verkehr können sich die umweltfreundlichen Fahrzeuge behaupten, weil die hier anfallenden Kurzstrecken problemlos absolviert werden können und eine recht gute Infrastruktur an E-Ladestationen vorherrscht.

E-Ladestationen-Netz
Im Internet gibt es einige gute Suchmaschinen für E-Ladestationen für Österreich und andere europäische Länder. In den Städten finden sich E-Ladestationen oft in Garagen, so kann man während des Einkaufs oder Geschäftstermins gleich das Auto laden.

Für das Laden der E-Autos gibt es verschiedene Systeme (Steckertypen CHAdeMO, Combo2 und Typ2). DC-Schnellladestationen wie CHAdeMO gibt es leider noch nicht sehr viele, sie ermöglichen das Auftanken der Batterie auf etwa 80% in nur 30 Minuten.

Um noch mehr Menschen von der E-Mobility zu überzeugen, muss am Ausbau des E-Ladestationen-Netzes freilich noch gearbeitet werden, denn maximale Reichweiten von etwa 200km (und das nur bei optimalen Voraussetzungen) und der Gedanke an die panische Suche nach der nächsten E-Tankstelle schrecken viele Kaufinteressenten ab.

Kosten und Förderung E-Mobility
E-Autos sind in der Anschaffung nach wie vor teurer als herkömmliche benzin- oder dieselbetriebene Fahrzeuge, obwohl für sie die für Verbrennungsmotoren fällige Steuer (NoVA = 16 %) nicht anfällt.

In der Erhaltung spart man an der Mineralölsteuer und den teuren Spritpreisen. Eine volle Aufladung der Batterie kostet etwa vier bis sieben Euro für eine Reichweite von etwa 100 bis 200 km (je nach Fahrweise und Witterung) Wer auf seinem Haus eine eigene Photovoltaikanlage hat, kann den größten Teil des Stromverbrauches für das E-Auto selbst erzeugen und so noch mehr sparen.

Die Fördersituation ist je nach Bundesland sehr verschieden und zeigt sich etwas verwirrend weil viel Fördergeld in den unterschiedlichsten Projekten steckt, da heißt es durchfragen und dranbleiben. Eine sehr umfangreiche Zusammenfassung finden Sie im Monitoringbericht zur Elektromobilität in Österreich 2014. Ab Seite 52 beginnt eine Aufstellung der verschiedenen Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene.

Fakt ist, dass bereits viel passiert ist und die E-Mobilität österreichweit auch weiterhin gestärkt wird. Die Verbesserung der Batterieleistungen wird ihr übriges dazu tun, immer mehr Menschen von den Vorzügen der Elektromobilität zu überzeugen.

BioBella Stranzl betreibt eine Website für gesundheits- und umweltbewusste Konsumenten und schreibt auch für andere Blogs.

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