Das Elektroauto, die Mobilität der Zukunft?

Twizy

Kurze Reichweiten, lange Ladezeiten und teure Anschaffungen werden den Elektroautos gerne unterstellt, aber ist das wirklich so? Tatsache ist, dass sie anders funktionieren als die Fahrzeuge, die wir gewohnt sind.

Tatsache ist auch, dass Elektroroller, Elektrofahrrad oder Elektroauto zu fahren, unglaublich Spaß macht und man sicher von A nach B kommt. Wer einmal ein E-Bike ausprobiert hat, möchte nichts Anderes mehr fahren. Segway fahren ist unglaublich lustig und bewegend. Wenn man einmal mit einem Tesla 150 km/h über die europäische Autobahn gefahren ist, kann man den „Gasfuß“ nur schwer wieder wegnehmen.

SegwayHeißt das jetzt immer noch Gasfuß? Oder Stromfuß? Oder Bleifuß?
Tanken, Laden oder Füllen? Wir scheinen uns an einige neue Begriffe gewöhnen zu müssen. Aber nicht nur die Worte ändern sich, auch der Umgang mit den neuen E-Mobilen.

  1. Sie sind leise! Das heißt, kein Knattern eines Verbrennungsmotors. Da muss man sich tatsächlich erst mal dran gewöhnen, läuft man doch Gefahr, so ein Ding gerne mal zu übersehen. Wäre es dann vielleicht wieder attraktiv an der Autobahn zu wohnen? Können wir unsere Kinder auf der Straße spielen lassen, wenn sie die Autos weder hören noch riechen?
  2. E-Mobile verursachen keine Abgase! Nun gut, wenn man davon ausgeht, dass der Strom nicht mit Kohle gewonnen wird. Aber als gute Zeitgenossen nehmen wir natürlich nur Strom aus Wind und Sonne. Eine mobile Stadt ohne Gestank würde mir schon gefallen, im Winter wieder weißen Schnee und im Sommer keine Ozonwarnstufen.
  3. Die Reichweiten sind gar nicht so schlecht! Wenn wir bedenken, dass die meisten Strecken, für die wir ein Auto nutzen, sowieso unter 10 km liegen, sieht eine Reichweite von 40 km oder 300 km gleich ganz anders aus.
  4. Täglich laden: Das Laden eines Elektrofahrzeuges funktioniert grundsätzlich anders als das Tanken eines normalen PKWs. Da der Ladevorgang länger dauert, wird das Fahrzeug vor allem am Arbeitsplatz, Zuhause oder in der Garage geladen. In der Regel hängt ein Elektroauto mehrere Stunden an der Steckdose, je nach Batterietyp, Ladeleistung und Ladestand. Eine Wallbox für schnelleres Laden und eine Absicherung bei Überlastung sind von Vorteil. Zur Zeit arbeitet man daran, die Schnellladetankstellen in ganz Europa auszubauen.Leider kann man leere Akkus nicht einfach austauschen, da einige Voraussetzungen gegeben sein müssen: standardisierte Akkus, leicht zugängliche Akkupacks und langlebige Batterietechnologie. Da die Investitionskosten sehr hoch sind und man die Qualität der Batterien nicht garantieren kann, gibt es noch kein ausgereiftes Tauschsystem.
  5. E-WolfKosten: Ein Elektroauto kostet mindestens 50 Prozent mehr als ein herkömmlicher Benziner. Das liegt vor allem an den teuren Batterien. Derzeit kostet das Batterie-Pack rund 15.000 bis 20.000 Euro. In den nächsten Jahren soll es kostengünstigere und leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien, die vom Handy bekannt sind, für 1.500 bis 2.000 Euro geben. Die Hersteller haben aber noch Probleme mit der Sicherheit und der Langlebigkeit. Eine Lithium-Ionen- Batterie darf bei einem Unfall nicht explodieren und sollte mindestens zehn Jahre halten.
  6. Tankkosten: Die Kosten für einmal Volltanken kann man eigentlich nicht mit einer Zahl beantworten, da es vom Modell, dem Fahrstil, den Ortsverhältnissen und nicht zuletzt vom Strompreis abhängt. Langsamfahren, z. B. in der Stadt und auf kurzen Strecken ist billiger. Schnelles Fahren zum Beispiel auf der Autobahn ist teurer. Im Schnitt kann man zwischen 2 bis 5 Euro je 100 km rechnen.

Sandra Mosch ist Industriedesignerin, Grafikerin und praktiziert Ashtanga Yoga.

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