india_amarigoldtapestry1 - Kopie

Buchempfehlung: Still halten

Warum wohl möchte uns einer mit Siebenmeilenstiefeln an den Beinen – Pico Iyer ist von Island bis Äthiopien, von Kuba bis Kathmandu gereist – weismachen, dass still sitzen genau das Richtige ist.

Fragt man den bekannten Reiseschriftsteller nach jenem Ort, an den er jetzt gleich und auf der Stelle reisen möchte – so ist dieser auf keiner Landkarte zu finden. Am Globus natürlich auch nicht. „Nowhere“ wäre seine Antwort. Stillsitzen und Ruhe geben – darin sieht der Reisende das Abenteuer unserer Zeit. Recht hat er. Schließlich ist es eine Kunst, Ruhe zu bewahren, wenn sich alles immer schneller dreht und bewegt, voller Ablenkungen ist. Wen wundert es da, dass es Hotels wie das Post Ranch Inn gibt, die über 2.000 Dollar für eine Nacht verlangen. Das ist nicht nur der Preis für den atemberaubenden Blick über die Klippen vom Frühstückstischerl hinunter auf den Pazifik, sondern auch für das Privileg, keinen Fernseher zu haben. Die Zukunft des Reisens liegt in „Black-Hole-Resorts“, wo es unmöglich ist, einen Internetanschluss zu finden geschweige denn Handy-Empfang zu haben. Internet-Rescue-Camps für Kinder machen sich in Korea und China breit, schreibt Pico Iyer in seinem Blog. Während Cafès mit dem Schild „No-Wi-Fi“ neue Stellung beziehen.

TEDBooks_PicoIyer_Product_215x250Nach Pico Iyer Beobachtungen wenden sich immer mehr Menschen Yoga und der Mediation zu, oder suchen nach Retreats, die Ruhe versprechen. Um zur Stille zu gelangen braucht es nicht immer ein Ticket oder ein Flugzeug, einen Bus, eine Bahn. Aber ein Buch könnte dabei helfen: „The Art of Stillness“ von Pico Iyer. Für alle, die zu schnell unterwegs sind.

(c) Teaserbild: Pico Iyer

 

Gabi Weiss lebt und arbeitet in Wien und steckt ihre Nase am liebsten in Dinge, die sie nichts angehen.

Responsive Menu Clicked Image