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Blüht der Garten, freut sich die Seele

Die Gartensaison ist eröffnet: Endlich heißt es wieder alle Sinne wecken und jede freie Minute in der Natur auskosten. Dafür müssen Sie nicht einmal Ihr Zuhause verlassen, wenn Sie zu den glücklichen Gartenbesitzern gehören. Auch ein eigener Balkon ist im Großstadtdschungel heilig. Wir haben für Sie die wertvollsten Tipps für eine erfolgreiche Begrünung und Pflege Ihrer Oasen gesammelt.

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Ein gelungener Garten sieht nicht nur gut aus, er macht stressresistent und hebt die Stimmung. Mediterrane Pflanzen bringen mit ihrem Blütenduft und ihrer schlichten Eleganz ein Stückchen Süden in Ihr Heim. Doch bevor Sie zum Gärtner Ihres Vertrauens pilgern, machen Sie sich zwei Dinge bewusst: Wie groß ist ihr Balkon, bzw. Garten und welche Ausrichtung hat er – Norden, Süden, Osten oder Westen? Viele unserer Balkonpflanzen stammen ursprünglich aus den Tropen, Subtropen oder den Mittelmeerländern und benötigen besonders viel Licht. Lavendel, Olivenbäumchen oder Hibiskus sind daher auf Süd-Balkonen besonders glücklich. Auch Vertreter der Gattung Citrus brauchen es warm und sonnig. Im Sommer ist der Bedarf an Wasser und Nährstoffen groß, „nasse Füße“ vertragen sie jedoch gar nicht. Zum Gießen sollten Sie Regenwasser verwenden. Es ist sehr weich und hält den pH-Wert konstant niedrig. Das fördert die Aufnahme von Eisen, die Blätter bleiben dunkelgrün. Wichtig ist, dass beim Pflanzen immer genügend Raum für die Wurzeln eingeplant wird.

Grüne Riesen auf kleiner Fläche

Auch in einem kleinen Garten muss man nicht auf Bäume verzichten. Es müssen nur die richtigen sein. Bäume mit kugelförmigen Kronen, wie etwa der Trompetenbaum oder die Zier-Pflaume, aber auch niedrige Bäumchen mit ausladendem Wuchs, wie etwa Zier-Äpfel, Kugel-Ahorn oder Quitte eignen sich bestens. Wenn Sie genügend Platz in Ihrer Oase haben, darf der König der Südländer nicht fehlen: Der Oleander sorgt für Urlaubsfeeling pur. Für den Anbau von Äpfeln, Kirschen oder Pfirsichen auf dem Balkon gibt es spezielle Zwergengewächse. Diese Miniatur-Bäumchen werden etwa einen Meter hoch und tragen normal große Früchte, solange sie sonnig und in einem möglichst großen Kübel stehen. Doch aufgepasst: Ein Ost- und Westbalkon liegt ab mittags bereits im Schatten. Ideal ist hier alles, was Halbschatten mag, wie Margeriten, Buchsbaum, Zierahorn oder Storchenschnabel. Für die Begrünung eines Nord-Balkons bieten sich Schatten-Liebhaber wie Gräser und Farne an. Eine Überlebenskünstlerin, die ohne Sonne auskommt, ist die Fuchsie. Sie fühlt sich pudelwohl, wo andere längst die Blätter hängen lassen. Anders als im Garten sind Balkonpflanzen größeren Belastungen durch Sonne und Wind ausgesetzt. Der Balkon muss aber nicht windgeschützt sein, im Gegenteil: Wird die Luft bewegt, ist das gut für die Bestäubung der Pflanzen und wirkt auch dem leichten Ansetzen von Schädlingen entgegen. Tägliches Gießen ist Pflicht. Morgens und abends können Ihre Pflanzen das Wasser richtig aufnehmen, während es in der Mittagssonne verdunsten würde.

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Anbau auf Balkonien

Aromatische Tomaten, pralle Paprika und duftende Kräuter: Ein umfangreicher Schmankerlgarten für Sterneköche lässt sich auf vielen Balkonen problemlos umsetzen. Mediterrane Blüher wie Salbei und Thymian lieben pralles Sonnenlicht. Auch die Halbsträucher Rosmarin und Lavendel vertragen die Hitze gut. Die grünen Freunde helfen sich auch gegenseitig: Thymian, Salbei und Pfefferminze wehren den Kohlweißling ab, Bohnenkraut bewahrt Buschbohnen vor Läusen, Kresse in der Nähe von Tomaten schützt gegen Blattläuse. Weil die Pflanzfläche auf einem Balkon naturgemäß recht klein ist, bietet es sich an, den Minigarten in die Vertikale zu vergrößern. Hier sind Rankgitter, Blumentreppen oder Pflanzregale und Rankgerüste angebracht. Hat man ein Dach, dient ein alter Autoreifen als hängender Garten für Erdbeeren, Rucola und Co. Mini-Teiche in Bottichen oder Kübeln, mit Mini-Seerosen bestückt, schaffen zusätzlich Atmosphäre. In diesem Sinne: einen grünen Sommer!

Eva Helfrich ist freie Journalistin und lebt in Oberösterreich. „Gemeinsam individuell“ ist sie mit ihren Kollegen des Medien-Kollektivs co;des.

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