Ab in den Urlaub – aber bitte möglichst (umwelt)verträglich!

Schon am Koffer packen? Oder noch am Träumen von Sonne, Strand und Meer? „Auf in den Süden“ ist jetzt das Motto vieler ÖsterreicherInnen. Der Urlaub am (Mittel-)Meer ist für viele der Inbegriff von Erholung und Ausgleich zum Alltag. Sowohl bei der Anreise als auch beim Aufenthalt selbst gibt es einiges zu beachten, damit der Urlaub nicht nur den Gast selbst beglückt: umweltverträgliche und faire Reisen freuen die Menschen vor Ort und die Urlauber nach uns, weil sie die Natur und last but not least unser Klima schonen.

Wichtiger noch als die Badehose einzupacken ist die Planung der Reise. Hoffentlich hilfreich sind dabei die folgenden Fragestellungen und Tipps für einen nachhaltigen Urlaub:

Zum Vergrößern bitte klicken!

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  • Wohin soll meine Reise gehen?
    Je weiter weg das Urlaubsland ist, desto größer ist normalerweise die Umweltbelastung. Damit sich die Urlaubsreise in ferne Länder auch „auszahlt“, möglichst langen Aufenthalt planen und nicht jedes Jahr in die Ferne reisen.Ein Auswahlkriterium für die Wahl des Reiseziels wäre auch die umweltfreundlich Anreise – mit Bahn, Schiff und öffentlichen Transportmitteln.
  • Wie reise ich an und bewege mich im Land?
    Die Wahl des Transportmittels ist entscheidend für den CO2-Fußabdruck der Reise. Fliegen ist die schlechteste Variante für unser Klima. Also wenn es eine Flugreise sein muss, dann auch an die Kompensation durch eine Spende an Organisationen wie atmosfair.de denken.Übrigens: Bei einer Anreise im Zug und über Nacht reise ich klimafreundlich und komme ausgeschlafen ans Ziel!Vor Ort ist es oft sehr bereichernd so wie die Einheimischen die öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Manchmal ist auch der Ausflug mit einem ausgeliehenen Fahrrad eine nette und sinnvolle Art, um die Gegend zu erkunden und die Natur zu genießen.
  • Wohin kann ich barrierefrei reisen?
    Hier gleich der erste Link-Tipp (weitere am Ende des Beitrags): Auf wheelmap.org gibt es rollstuhlgerechte Orte weltweit, u.a. an der Mittelmeer-Küste. Die Seite bietet auch die Möglichkeit selber barrierefrei erreichbare Ziele zu markieren.
  • Wo am besten schlafen und wohnen?
    Schlau ist es lokale Angebote wie Restaurants und Unterkünfte von Einheimischen zu nutzen. Das hilft der lokalen Wirtschaft und ermöglicht den Gästen, eine fremde Kultur hautnah zu erleben.
Foto: Gavin Newman / Greenpeace

Foto: Gavin Newman / Greenpeace

  • Natur schützen – auch beim Essen?
    Naturschutz heißt natürlich auch Meeresschutz. Mehr als 80 Prozent der Fischbestände im Mittelmeer gelten als bedroht. Welchen Fisch man noch mit gutem Gewissen essen kann, zeigt der Greenpeace Fischratgeber.Ziel muss es sein, die Natur zu erleben, ohne sie zu zerstören oder möglichst keine Spuren (oder gar Müll) zu hinterlassen.
  • Wie kann ich die natürlichen Ressourcen schonen?
    Besonders in südlichen Ländern ist die Ressource Wasser knapp. Angesagt ist ein sorgsamer Umgang mit dem wertvollen Nass: Also Unterkünfte wählen, wo keine Riesenflächen künstlich bewässert werden müssen oder die bewusst auf einen Pool verzichten (weil das blaue Meer ja ohnehin vor der Nase liegt!).Golfplätze brauchen übrigens riesige Mengen an Wasser und Pestiziden und immer mehr Kulturfläche. Aus ökologischer Sicht ist dieser Sport also nicht zu empfehlen.Ein wahrer Stromfresser sind Klimaanlagen. Also wenn möglich vermeiden, beim Verlassen des Raumes ausschalten und die Temperatur nicht zu gering wählen – das ist auch gut für unsere Gesundheit!
  • Ins Land eintauchen und die Kultur erleben – aber wie?
    Immer empfehlenswert ist sich mit der Alltagskultur im Urlaubsland bereits daheim vertraut zu machen und im Alltag gebräuchliche Wörter in der Landessprache zu lernen. Gute Reiseführer bieten nicht nur Informationen über Land und Leute, sondern enthalten auch ein kurzes Lexikon.Und nicht vergessen: Lächeln und immer freundlich grüßen :-)!
  • Welche Erinnerungen mit nach Hause nehmen?
    Beim Kauf von Souvenirs gilt: Keine Produkte kaufen, die von gefährdeten Tier- oder Pflanzenarten stammen. Im Idealfall erkundigt man sich vorab über gefährdete Arten im Urlaubsland. Am besten Mitbringsel kaufen, die vor Ort hergestellt werden und die Menschen finanziell unterstützen.

Und sollte es heuer nicht klappen, alle Tipps zu realisieren, dann hoffentlich im nächsten Jahr. Eine gescheite Planung unterstützt uns dabei in den Urlaubsländern „leise aufzutreten“ und die Schönheit unserer liebsten Urlaubsziele auch noch lange zu erhalten.

Nachhaltig schlaue Tipps für diesen und den nächsten Urlaub gibt es auch auf:
www.greenpeace.at/urlaubsratgeber
www.nfi.at/dmdocuments/NFI_Reisen_mit_Respekt_web_14.pdf

Gundi Schachl betreut die Webseite marktcheck.at von Greenpeace, auf der sich viele weitere Beiträge und Tipps zu nachhaltigem Konsum finden.

Neben unseren Autorinnen und Autoren, die in regelmäßigen Beiträgen über gute Energie in allen Lebensbereichen schreiben, sorgen auch immer wieder Gastautoren in einmaligen Blogbeiträgen für Gute Energie.

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