19.000.000.000

Studierende der TU Wien bauen am Modell einer Stadt, die man um die 19 Mrd. € der Hypo-Alpe-Adria-Pleite hätte bauen können. Hätte, denn das Geld ist ja leider nicht da. Aber was da sein wird, ist ein Modell im Maßstab 1:100, gegossen in rauen Beton. Eine Anspielung auf die tonnenschwere Bürde der österreichischen Steuerzahler?

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Auf jeden Fall wird es zum Denken anregen, wenn die Milliardenstadt vom 15.10. – 30.10.2014 im ovalen Brunnen vor der Karlskirche aufgebaut ist. Die Frage, ob der Brunnen denn auch geflutet wird, habe ich noch nicht klären können.

In den zwei Wochen der Ausstellung von „Hypotopia“ – natürlich hat das Projekt auch einen schicken Namen – werden diverse Vorträge in der TU Wien abgehalten. Alle sind willkommen in die Universität zu kommen und mitzudiskutieren (nur keine Scheu vor den historischen Toren!). Die Vorträge werden vor Ort und im Internet affichiert sein.

Und danach? Wird vermutlich wieder die Zeit der Eintracht, Punschgelage und Ponys im Brunnen vor der Karlskirche einkehren. Die Milliardenstadt könnte man dann ja endgültig versenken. Vielleicht wäre noch Platz im See der Seestadt Aspern?

Weiterführende Links
www.milliardenstadt.at
www.wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/1561808/HypoRettung-kostet-19-Milliarden-Euro-so-viel-wie-EuroRettung

Ein Kommentar zu "19.000.000.000"
  1. Nele

    Vielen Dank für diese „Erleuchtung“ – bin heute mit dem Rad in Richtung Arbeit dran vorbeigefahren und hab mich schon gefragt, was dahintersteckt. Die Antwort kam dann gleich hier im Büro. Schön, dass es am Ende doch etwas bringt, dass wir die 19 Milliarden ausgeben… Bin übrigens sehr für eine Flutung zum Schluss, das wirkt so biblisch am Fuß der Kirche.

Ulla Unzeitig organisiert Open House Wien – Architektur für Alle – und ist derzeit auf der Suche nach dem missing link zwischen Fahrrad und Auto.

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